einfach zu Schade für die Garage...

Reisebericht

Unsere Reise mit unserem Reisemobil, nach Südpolen, in die Slowakische- und in die Tschechische Republik vom 25.09. bis 13.10.2011

Am 25.09.2011 sind wir hier von Bremen mit unserem Reisemobil losgefahren und haben als erste Station die Stadt Görlitz, die ja bekanntlich noch in Deutschland liegt, besucht. Görlitz ist die östlichste Stadt Deutschlands. Die Stadt liegt in der niederschlesischen Oberlausitz an der Lausitzer Neiße, die dort seit 1945 die Grenze zu Polen bildet. Der östlich der Neiße gelegene Teil der Stadt wurde durch die Grenzziehung in den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg abgetrennt und bildet seitdem die eigenständige polnische Stadt Zgorzelec. Inzwischen kann man aber die Grenze nach Polen problemlos passieren. Wir haben uns aber zunächst Görlitz mit seiner wunderschönen Altstadt angesehen.

Das Foto habe ich von der Fußgängerbrücke von Görlitz nach Zgorzelec mit der evangelischen Pfarrkirche St. Peter und Paul aufgenommen.

Hier in Görlitz haben wir unsere erste Nacht direkt an Lausitzer Neiße auf einem Parkplatz verbracht.

Am nächsten Morgen sind wir bei herrlichstem Wetter noch einmal in die Stadt gefahren, haben direkt auf dem Marktplatz geparkt und haben uns noch einmal das Zentrum angesehen.

Hier auch das vollständig sanierte gründerzeitliche Straßenbild in der Landeskronstraße

Hier z.B. der Marienplatz mit dem Frauenturm (Dicker Turm)

Von Görlitz sind wir gegen Mittag nach Lubiaz (zu deutsch Leubus) weitergefahren. Der Ort ist bekannt für das Zisterzienserkloster Leubus, eines Gebäudekomplexes von europäischer Bedeutung und liegt am rechten Ufer der Oder, gegenüber der 7 km westlich gelegenen Stadt Prochowice (Parchwitz) und der Mündung der Kaczawa (Katzbach) in die Oder. Dieses Zisterzienserkloster haben wir besucht. Es war jedoch in einem ziemlich verkommenen Zustand, was man von weitem eigentlich garnicht sah. Der Putz bröckelte schon von den Wänden und die Fenster waren z.T. zerschlagen.

Doppelturmfassade der Klosterkirche

Übernachtet haben wir auf einem sehr engen und einsamen Feldweg in der Nähe von "Krepice". Irgendwie hatten wir hier ein schlechtes Gewissen, denn der Weg war so schmal, sodass kaum ein anderes Fahrzeug vorbei kam. Und tatsächlich kurz vor Einbruch der Dunkelheit kam noch ein Bauer mit seinem Traktor. Als er uns da mitten auf dem Weg stehen sah, fuhr er die ca. 200 m, die wir in diesen Weg hinein gefahren waren, wieder im Rückwärtsgang zurück zur Hauptstraße und nahm einen anderen Weg, ohne uns zu belästigen. So nett können die Polen sein!

Am nächsten Morgen verließen wir diesen engen und einsamen Feldweg und fuhren weiter nach Wroclaw (Breslau). Es waren nur noch etwa 20 km bis dort hin. Es herrschte jedoch ein starker Straßenverkehr, so dass wir in einen Stau gerieten. Ich hatte in unser Navi-Gerät direkt unseren heutigen Campingplatz in Breslau mit genauer Straßenbezeichnung angegeben. Wir mussten durch die ganze Innenstadt von Breslau und ich muss gestehen, dass wir diesen Campingplatz ohne unser Navi niemals gefunden hätten. Hier fanden wir einen Campingplatz in der Nähe des Olympia-Stadions von 1936, wo wir unser Reisemobil sicher und wohlbehütet abstellen konnten.

Zum Glück sprach die Frau an der Rezeption deutsch, so dass wir mit der Anmeldung keine Probleme hatten. Ein junger Mann wies uns einen Stellplatz in der Nähe von noch zwei anderen Campingfahrzeugen mit deutschem Kennzeichen und einem Dänen zu. Mit einem Deutschen, der aus Hildesheim kam, kam ich gleich ins Gespäch. Er war bereits zum 25. Mal hier in Breslau und stammte angeblich auch von hier. Mit dem Dänen, der von der Insel Fühnen kam und der sehr gut Deutsch sprach, habe ich ebenfalls gesprochen. Er hatte 4 Spitze dabei und reiste mit ihnen von einer Hunde-Ausstellung zur anderen.

Nachdem wir uns eingerichtet hatten, nahmen wir unsere Fahrräder herunter und fuhren damit in das Zentrum von Breslau. Das Wetter war wieder sonnig und warm. Schon auf der Fahrt in die Innenstadt herrschte ein starker und lauter Straßenverkehr und es waren sehr viele, besonders junge Leute und Studenten unterwegs.

Die Innenstadt, wo ein emsiges Leben
und Treiben herrschte.

Breslau, poln.:Wroclaw ist eine Stadt an der Oder. Mit über 630.000 Einwohnern ist sie die viertgrößte Stadt Polens. Sie bildet als Sitz eines römisch-katholischen Erzbischofs, eines evangelischen Diözesanbischofs, zahlreicher Hochschulen und Forschungsinstitute sowie Theater und Museen das kulturelle und wissenschaftliche Zentrum des schlesischen Raumes.

Hier besuchten wir auch u.a. die Breslauer Dominsel. Der Breslauer Dom, die Kathedrale St. Johannes des Täufers, wurde in den Jahren von 1244 bis 1341 im Stil der Gotik errichtet. Seine Türme sind mit knapp 98 Metern die höchsten Kirchtürme der Stadt. Er ist eines der Wahrzeichen Breslaus.

Das Breslauer Rathaus ist ein Wahrzeichen der Stadt Breslau. Es wurde im 13. Jahrhundert in der Mitte des Großen Rings errichtet, im 15. Jahrhundert im spätgotischen Stil aufwändig umgebaut. Die reich verzierte Ostfassade mit einer astronomischen Uhr aus dem Jahre 1580 wird in zahlreichen Publikationen über die Stadt abgebildet.

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